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Manchmal möchte ich Fußball-Experte sein

Fußball Als ich vor der Bundesligasaison einen Artikel auf Spiegel.de las, habe ich mich vorsichtig am Kopf gekratzt und die Fußball-Kompetenz der Sport-Redaktion des Onlinemagazins in Frage gestellt. Allen Ernstes wollten sie ihren Lesern weis machen, dass Bayer 04 Leverkusen dieses Mal der große Herausforderer des FC Bayern München sei - mindestens! Natürlich war nicht erwartbar, dass die Werkself einen solchen Absturz wie aktuell erlebt und jetzt sogar um den Verbleib in der Bundesliga zittern muss. Aber ein Blick in den Kader, der auch nicht vor der aktuellen Spielzeit verstärkt wurde, hätte gereicht, diese Einschätzung als völligen Blödsinn abzutun.

"Bayer Leverkusen wird Meister, das sagt zumindest Hertha-Trainer Pál Dárdai. Tatsächlich ist der Kader stark wie lange nicht. Auch dank DFB-Coach Joachim Löw könnte der Klub Bayerns ärgster Verfolger werden." - hier geht es zum Kopfschütteln - äh kompletten Artikel

PISA-Studie: SH holt auf - ist aber laut Prien desolat

Karin Prien - designierte Kultusministerin im Schattenkabinett des Schleswig-Holsteinischen CDU-Kandidaten Daniel Günther (Ich habe noch nie etwas von dem Einen und der Anderen gehört) skizziert das Schulsystem im nördliches Bundesland als teilweise desolat. Laut Prien hätten "27 Jahre Bildungspolitik unter SPD-Verantwortung ihre Spuren hinterlassen." - Da Peter Harry Carstensen (CDU) von 2005 bis 2012 das Land regierte, fragt man sich, ob die Schulen in den sieben Jahren geschlossen waren.

Konterkariert wird die Aussage Priens auch vom letzten PISA-Test, wonach das Land zwischen Nord- und Ostsee einen großen Sprung nach vorne gemacht habe. Der PISA-Test untersuchte: Wie gut sind Neuntklässler in Deutsch und Englisch? Der Bildungstrend, eine große Studie zum Schulerfolg, zeigt: Schleswig-Holstein macht einen Sprung nach vorn, Baden-Württemberg fällt stark zurück. Ergebnisse der PISA -Studie

Aber vielleicht kennt Prien andere alternative Fakten?

Europa ist geil

By User:Verdy p, User:-xfi-, User:Paddu, User:Nightstallion, User:Funakoshi, User:Jeltz, User:Dbenbenn, User:Zscout370 [Public domain], via Wikimedia CommonsImmer wieder gibt es auch in meinem Bekanntenkreis Menschen, die auf die EU und über Europa schimpfen. Wenn man dann näher nachfragt, kommen eher diffuse Argumente wie, dass wir die Zahlmeister der EU sind, oder durch die EU nur ein Bürokratiemonster sei.

Ich stimme den Kritikern hier gerne zu. Wir Deutschen zahlen einen Großteil der Gelder der EU und es werden auch viele Sachen in Brüssel und Straßburg reguliert, die man unberührt lassen könnte. Deutschland zahlt nach Abzug der Gelder, die sie über verschieden Töpfe in Brüssel erhält, jährlich knapp 15 Milliarden Dollar an die EU. Nach Deutschland sind England und Frankreich die größten Geberländer. Pro Kopf der Bevölkerung zahlen allerdings die Schweden und die Niederlande die höchsten Beiträge.

Den Gebern gegenüber stehen die Nehmerländer. Für den wirtschaftlichen Ausgleich erhalten gerade die Staaten aus Ost- und Südeuropa die meisten Gelder. Allen voran Polen, Tschechien und Rumänien. Bei den Zuwendungen aus Brüssel berechnet pro Kopf der Bevölkerung erhalten die Bulgaren, Ungarn und Slowaken am meisten. "Europa ist geil" vollständig lesen

Warum ich St. Pauli-Fan geworden bin?

FC St. Pauli Antworten auf einen Fragebogen, warum ich Fan des FC St. Pauli geworden bin und was mir an dem Verein gefällt. In Hamburg wohne ich nicht mehr. Mein Musikgeschmack hat sich auch leicht verändert. Aber vieles stimmt noch.

Was bedeutet der FC St. Pauli für Dich?
Der FC St. Pauli war der Grund, warum ich nach Hamburg gezogen bin. Das sagt wohl alles.

Was war Dein erstes Fußballspiel, das Du im Stadion gesehen hast, und welches Dein erstes St. Pauli-Spiel?
Es war in der Saison 1976/77. Am 01. April 1977, um genau zu sein. Der HSV spielte gegen den FC Bayern München. Das Endergebnis lautete 5:0 für den HSV. Tja, nach dem Spiel war ich für 12 Jahre HSV-Fan.
Mein erstes St. Pauli-Spiel war 1989 ein Spiel der St. Pauli-Knights gegen irgend einen anderen Baseball-Klub. Das erste St. Pauli-Fußballspiel war glaube ich in der Saison 1991/92. Das war das Jahr, als die Liga in Auf-und Abstiegsrunde unterteilt wurde. Ich saß an dem Tag in Bremen, als ein ehemaliger Mitschüler, der in Hamburg studierte, mich anrief und fragte, ob ich mal ein Spiel bei St. Pauli sehen wollte. Nunja, eigentlich ist er Schuld, dass ich bei diesem Verein gelandet bin. Also zurück zum Spiel: St. Pauli musste in der Aufstiegsrunde gegen Hertha BSC antreten. Das Spiel war glaube ich ein ziemlicher Grottenkick, aber ein gewisser Mario Basler spielte bei Hertha und schoß aus 30 Metern einen Freistoß in den Winkel. Das genaue Endergebnis weiss ich nicht mehr. Ich glaube 1:1, oder so. Ich kann mich aber daran erinnern, dass mich ein Sänger einer schleimigen Punkband dazu überreden wollte, einigen Hertha-Hools körperliche Verweise zu erteilen. Irgendwie hat mich nach dem Spiel der Club nicht mehr losgelassen.

Wo stehst Du am Millerntor?
Gegengerade


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Das Biotop verändert sich - oder auch nicht

FC St. Pauli Fußball ist immer noch wichtig und dieser Artikel aus der 11Freunde-Zeitschrift hat für mich immer noch Bestand.

An dem Tag, als Björn Pahrmann zum letzten Mal ins Stadion ging, blieben sie stumm. Sie hielten einfach ihre Fahnen in den Wind. Dort, wo Pahrmann stand, im Block F, am äußersten Rand der Westkurve des Hamburger Volksparkstadions, dort, wo die hart gesottenen HSV-Ultras Woche für Woche auf ihre angestammten Plätze marschierten wie Mallorca-Urlauber zu ihren Handtüchern am Badestrand, dort, wo er immer schon gestanden hatte, war er an jenem lauen Spätwintertag im Februar 1990 mit einem Mal ganz alleine. "Ich hörte hinter mir lautes Gepöbel", erinnert er sich, "und als ich mich umdrehte, sah ich, wie Neonazis einen jungen Türken aufs Krasseste beschimpften". Kurz bevor die Fäuste flogen, ging er dazwischen – und kurz danach verließ er mit zerbeulter Nase die Westkurve. Für immer.


Ein paar Monate später stand Pahrmann zum ersten Mal in der Gegengerade am Millerntor, ergriffen davon, wie selbstverständlich die Anfeuerungen durch das Stadion hallten. »Ich fand eine neue Welt: old-schooliger englischer Support, politisch interessierte Menschen«, sagt er. "Und dann stand ich noch direkt neben dem Idol meiner Jugend, neben dem Sänger von Slime." Schlüsselerlebnisse.
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Deezer - mein Flow

Illegaler Download von Musik war gestern. Habe ich zwar seit zehn Jahren nicht mehr gemacht, aber ich war auch das ewigen Hin- und Herkopieren meiner legal erworbenen MP3‘s auf die diversen Endgeräte leid. Wesentlich komfortabler sind da Streaming-Dienste.

Nach einiger Recherche habe ich mich für den französischen Anbieter Deezer und nicht für den Branchenprimus Spotify entschieden. Grund hierfür waren die in meinen Augen übersichtlichere Weboberfläche, die Möglichkeit eigene MP3‘s hinzuzufügen und das für unsere Familie interessante Familienangebot mit zusätzlichen Kinderprofilen.

Werbefinanzierte Kostenlos-Variante
Die Gratis-Version von Deezer ist werbebasiert, bietet aber nur eingeschränkte Funktionen. Wie üblich, ist etwa kein Offline-Hören möglich. Außerdem steht mobil der auf Algorithmen basierende Zufallsmodus Flow zur Verfügung. Hier wird Musik basierend auf den eigenen Vorlieben gestreamt.

Für die kostenpflichtige Variante verlangt Deezer zehn Euro im Monat - die Begrenzungen der Gratis-Version fallen weg. Deezer Elite ist eine Sache für HiFi-Hörer, die eine höhere Qualität beanspruchen. Deezer Elite kostet euch rund 20 Euro im Monat. Für meine Hörgewohnheiten reicht allerdings die Premium-Variante mit bis zu 320 Kbit/s. "Deezer - mein Flow" vollständig lesen

Mein kleiner Up!

von TuRbO_J from Adelaide, Australia (2012 Volkswagen Up!) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
Als ich noch in Hamburg wohnte, war ein Auto wenig sinnvoll. Die Parkplatzsuche hat mich schon nach vier Wochen so sehr verzweifeln lassen, dass ich mein damaliges Gefährt gegen einen Urlaub und einen Motorroller eingetauscht habe. Mein Umzug nach Bremen und der dortige etwas überschaubare ÖPNV haben dazu geführt, dass ich mich wieder dem Thema Auto annähern musste.

Klein sollte er sein, angesichts der ebenfalls mauen Parkplatzsituation in der Nähe meiner Arbeitsstelle. Dass der Wagen sparsam im Verbrauch und gegebenenfalls auch Platz für meine zwei Kinder bieten sollte waren ebenfalls Punkte im Lastenheft.

A2 gebraucht leider zu teuer
Mein erster Blick fiel auf ein älteres Gefährt, das bei seiner Entwicklung und seinem Marktstart der Zeit Jahre voraus war: Der Audi A2. Leider sind die Preise für gut erhaltene gebrauchte A2 inzwischen in solchen Höhen, die meines Erachtens nicht dem Gegenwert des Wagens entsprechen.

Also schaute ich ein wenig weiter und ich da fiel mehr der VW Up! auf. Nach einigen Studien bezüglich Zuverlässigkeit und Eigenschaften und angesichts der ebenfalls hohen Gebrauchtweise entschied ich mich für einen Wagen mit Tageszulassung, der knapp mit 10.000 Euro gut 2.000 Euro unter dem Listenpreis angeboten wurde.

"Mein kleiner Up!" vollständig lesen

Anleitung: Wie bastel ich alternative Fakten?

Münchhause
Baron Münchhausen - der Herr der alternative Fakten
Alternative Fakten (englisch alternative facts) ist eine Formulierung, die Kellyanne Conway, Beraterin des US-Präsidenten Donald Trump, im Januar 2017 während eines Interviews in der amerikanischen Polit-Talksendung Meet the Press benutzte.

Mit dem Ausdruck wollte sie den Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, verteidigen, der widerlegbar falsch behauptete, dass der Amtseinführung von Donald Trump mehr Menschen als bei seinem Vorgänger Barack Obama beiwohnten. So weit so gut oder so schlecht, denn "alternative Fakten" beherrschen inzwischen das Denken der Menschen und bei den Populisten dieser Welt hat sich manifestiert, dass man eine Lüge nur oft genug wiederholen muss, damit sie am Ende zumindest von einem großen Teil der Bevölkerung geglaubt wird.

Auch in unserem Land gibt es die Tendenz, dass man den Lügen mehr Glauben schenkt als den Fakten. Lügen, die das politische Denken beeinflussen, sind in der Regel plakativ und einfach zu verstehen. Das ist eine Grundvoraussetzung, damit sie ihre Wirkung entfalten. Dazu muss ich sie mit einer Wahrheit unterfüttern, die ich im besten Sensationsgiernachrichtenstil verallgemeinere und im Konjunktiv formuliere. "Anleitung: Wie bastel ich alternative Fakten?" vollständig lesen

Schulsystem - nicht witzig

Zum Thema Schulsystem hat jeder eine Meinung und der folgende Witz zeigt am besten auf, wie das Thema Bildung in unserer Gesellschaft verortet ist:

Das Deutsche Schulsystem — erklärt an einem Sack Kartoffeln

1960 - Hauptschule

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,00 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40,00 DM. Berechne den Gewinn.

1970 - Realschule

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,00 DM. Die Erzeugerkosten betragen vier Fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern ?

1980 - Gymnasium

Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge Geld "G", G hat die Mächtigkeit 50. Für Elemente "g" aus G gilt g ist 1 DM. Die Menge der Herstellerkosten "H" ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge "G".

Zeichnen Sie das Bild der Menge H als Teilmenge der Menge G und geben Sie die Lösungsmenge "L" an für die Frage: Wie mächtig ist die Gewinnmenge?

1985 - Freie Waldorf-Schule


Male einen Sack Kartoffeln und singe ein Lied dazu.

1990 - Integrierte Gesamtschule

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40 DM, der Gewinn ist 10 DM.

Aufgabe: Unterstreiche das Wort Gewinn und diskutiere mit Deinem Nachbarn darüber.


Ich könnte jetzt vermutlich mehrere hundert Seiten mit Inhalten zum Thema Bildung füllen. Das ist aber zu mühsam. Bei den hier im "Witz" zur Auswahl stehenden Schulformen hoffe ich, dass meine Kinder auf die integrierte Gesamtschule kommen. Warum? Darüber könnt ihr gerne fleißig spekulieren.